Nach knapp acht Monaten Bauzeit ist die Sanierung der B 462 zwischen Forbach und Gernsbach-Hilpertsau planmäßig abgeschlossen. Auf 9,8 Kilometern wurden die Fahrbahn und die Fahrbahnübergänge an zwei Talbrücken erneuert sowie die Führung des Rad- und Fußverkehrs in der Ortsdurchfahrt Forbach verbessert.
Mit einer feierlichen Verkehrsfreigabe haben Staatssekretär Raimund Haser MdL vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Regierungspräsident Alexander Föhr vom Regierungspräsidium Karlsruhe sowie die Bürgermeister Robert Stiebler aus Forbach und Daniel Retsch aus Weisenbach den letzten Bauabschnitt der B 462 zwischen Forbach und Gernsbach-Hilpertsau freigegeben.
B 462 wieder sicher und leistungsfähig
Staatssekretär Haser betonte: „Die B 462 verbindet das Murgtal mit dem Rheintal und ist für die Menschen und die Wirtschaft in der Region eine bedeutende Verkehrsader. Umso wichtiger war es, die Strecke zügig und grundlegend zu sanieren. Jetzt ist die B 462 wieder in einem guten und leistungsfähigen Zustand – und das kommt den Menschen zugute, die hier täglich unterwegs sind. Besonders freut mich, dass wir dieses Projekt nicht nur innerhalb der geplanten Bauzeit, sondern auch deutlich günstiger als ursprünglich kalkuliert umsetzen konnten. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Infrastruktur im Land nachhaltig sichern und gezielt verbessern, um den Menschen vor Ort ein gutes Verkehrsangebot machen zu können.“
Regierungspräsident Föhr sagte: „Die Sanierung der B 462 zwischen Forbach und Gernsbach-Hilpertsau stand schon länger auf unserer Maßnahmenliste. Als Verbindungsachse des Rheintals mit dem Schwarzwald, im speziellen mit dem hinteren Murgtal, hat die B 462 eine immens wichtige Funktion. Sie ist sozusagen „Lebensader“ sowohl für Einheimische als auch für das Gewerbe, die Industrie und den Tourismus. Die nun abgeschlossene Sanierung der B 462 dient der Erhaltung der Fahrbahn- und Bauwerksqualität. Durch die Erneuerung wird der Fahrkomfort verbessert, die Lärmbelastung für die Anwohnenden reduziert und die Dauerhaftigkeit der Brückenbauwerke erhöht“.
Die Verkehrssicherung wird nach der feierlichen Verkehrsfreigabe im Laufe des Abends abgebaut und die B 462 für den Verkehr freigegeben.
Fahrbahn auf 9,8 Kilometern erneuert
Die B 462 war zwischen Forbach und Gernsbach-Hilpertsau auf einer Länge von insgesamt 9,8 Kilometern in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Die letzte Zustandserfassung und -bewertung an Bundesstraßen (ZEB) hatte unter anderem starke Schäden durch Spurrinnen, Ausmagerungen und Risse ergeben. Auch die regelmäßige Bauwerksprüfung hat Mängel an den Fahrbahnübergangskonstruktionen der Brücken im gleichen Streckenabschnitt aufgezeigt.
Im Rahmen der Sanierung wurde auf nahezu der gesamten Strecke der Fahrbahnbelag erneuert. Auf dem überwiegenden Teil der Strecke wurden die beiden oberen Asphaltschichten ausgetauscht. In besonders stark geschädigten Bereichen wurden zusätzlich der gesamte Asphaltaufbau und die darunterliegenden Schotterschichten erneuert. An zwei großen Talbrücken wurden die Fahrbahnübergangskonstruktionen ausgetauscht. Zudem wurde die Ortsdurchfahrt von Forbach umgestaltet und die Führung des Rad- und Fußverkehrs verbessert.
Für einen besseren Lärmschutz wurde innerhalb der Ortsdurchfahrten von Forbach und Weisenbach sowie in den Bereichen Gausbach und Langenbrand – soweit technisch möglich – ein lärmoptimierter Fahrbahnbelag eingesetzt.
Bauarbeiten in zwei Phasen und unter Vollsperrung
Die Arbeiten wurden in sechs Bauabschnitten mit teilweise mehreren Unterabschnitten durchgeführt. Um die Bauzeit möglichst kurz zu halten, wurden die Arbeiten größtenteils unter Vollsperrung mit großräumiger Umleitung ausgeführt. Abschnittsweise wurde auch unter halbseitiger Sperrung mit Einbahnstraßenregelung gearbeitet.
Trotz der komplexen Bauabläufe und der zahlreichen Unterabschnitte konnten die Arbeiten termingerecht abgeschlossen werden.
Rund 700.000 Euro unter dem ursprünglichen Kostenrahmen
Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro. Davon trägt der Bund rund 5,75 Millionen Euro, die Gemeinde Forbach beteiligt sich mit 60.000 Euro. Damit bleiben die Kosten deutlich unter dem ursprünglich kalkulierten Rahmen von 6,5 Millionen Euro. Eingesetzt wurden unter anderem digitale Verfahren des „Qualitäts-Straßenbau Baden-Württemberg 4.0“ (QSBW 4.0), mit denen die Einbauprozesse digital gesteuert wurden.