Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg: B 29: Umfassende Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Sanierung der B 29 zwischen Urbach und Lorch planmäßig abgeschlossen. Auf einer Strecke von etwa zwölf Kilometern wurden die Fahrbahnen erneuert und insgesamt elf Bauwerke instandgesetzt. Die Kosten in Höhe von rund 22,5 Millionen Euro trägt der Bund.

Mit einer feierlichen Verkehrsfreigabe haben der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte MdB, der Staatssekretär im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Raimund Haser MdL, sowie die Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Stuttgart, Susanne Bay, das Projekt offiziell abgeschlossen.

Die Maßnahme gilt technologisch als wegweisend: Als Pilotprojekt kamen die digitale Planungsmethode Building Information Modeling (BIM) sowie eine vollautonome Drohnentechnik zur Baustellendokumentation zum Einsatz. Diese Technologien ermöglichten eine effizientere Planung, Umsetzung und Kontrolle der Bauabläufe.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, sagte: „Hier an der B 29 ist es vorbildlich gelungen, eine bestehende Bundesstraße innerhalb kurzer Zeit und unter Einhaltung des Kostenrahmens zu sanieren und auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen. Dazu maßgeblich beigetragen hat auch, dass die Maßnahme mit der Methode Building Information Modeling (BIM) geplant und abgewickelt wurde.“

Raimund Haser, Staatssekretär im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, betonte: „Die B 29 ist die zentrale Ost-West-Verbindung im Remstal und von entscheidender Bedeutung für die Mobilität und Wirtschaft in der Region. Gleichzeitig ist die Erhaltung unserer Straßen und Brücken die größte Herausforderung im Straßenbau. Im Zuge dessen setzen wir konsequent auf moderne Methoden wie das Building Information Modeling (BIM). Baden-Württemberg nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, um Planungs- und Bauprozesse effizienter, transparenter und schneller zu machen. Unser Ziel ist klar: die Infrastruktur im Land nachhaltig sichern, gezielt ausbauen und die Menschen vor Ort spürbar entlasten. Wir wollen die Investitionen in die Infrastruktur bis 2030 schrittweise erhöhen, um Sanierungen im ganzen Land effizient und planbar umzusetzen.“

Regierungspräsidentin Susanne Bay betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung dieser komplexen Erhaltungsmaßnahme: „Die B 29 durchquert eine wirtschaftsstarke Region. Insbesondere im Ostalbkreis haben wir schon viel für den Ausbau dieser wichtigen Lebensader getan. Aktuell bereiten wir den dreistreifigen Ausbau zwischen Lauchheim und Bopfingen-Aufhausen vor. Die innovative Technik des BIM trug maßgeblich dazu bei, dass die Sanierung effizient durchgeführt werden konnte.“

Benjamin Treiber, Bürgermeister der Gemeinde Plüderhausen, sagte: „Von der umfassenden Sanierung der B 29 profitieren wir als anliegende Kommune unmittelbar. Umso mehr freuen wir uns über die erfolgreiche und termingerechte Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten. Gerne sind wir Gastgeber dieser feierlichen Verkehrsfreigabe.“

Umfang der Maßnahme

Der Sanierungsabschnitt der B 29 beginnt westlich nach dem Sünchentunnel auf der Gemarkung Schorndorf und endet östlich zwischen den Anschlussstellen Lorch-West und Lorch-Ost. Die Maßnahme erstreckt sich über den Ostalbkreis und den Rems-Murr-Kreis. Die Kosten der Sanierung liegen bei insgesamt rund 22,5 Millionen Euro und werden vom Bund getragen.

Insgesamt wurden elf Bauwerke im Rahmen der einzelnen Bauabschnitte saniert. Neben der Fahrbahnerneuerung wurden Entwässerungseinrichtungen modernisiert, Schutzplanken erneuert sowie Anschlussstellen, Rampen und Parkplätze instandgesetzt. Während der gesamten Bauzeit blieb die B 29 befahrbar, allerdings mit abschnittsweisen Einschränkungen auf einen Fahrstreifen je Richtung sowie temporären Sperrungen einzelner Anschlussstellen.

Das Building Information Modeling (BIM)

BIM ist eine digitale Arbeitsmethode, bei der alle relevanten Bauwerksdaten modelliert und vernetzt werden. Dadurch lassen sich Bauprozesse transparenter, effizienter und besser planbar gestalten. Baden-Württemberg nimmt hierbei eine Vorreiterrolle ein, unter anderem mit weiteren Pilotprojekten entlang der B 29.

 

Übersicht der Bauabschnitte

Bauabschnitt 1: Plüderhausen bis Kreisgrenze

Sanierung der Entwässerung und Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme im Mittelstreifen

Dauer: April 2024 bis Dezember 2024

Bauabschnitt 2: Wieslauftalbrücke bis zum Tunnel Sünchen

Erneuerung des Fahrzeugrückhaltesystems im Mittelstreifen

Dauer: Februar 2025 bis April 2025

Bauabschnitt 3: Plüderhausen bis Wieslauftalbrücke bei Schorndorf

Sanierung der Entwässerung und Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme im Mittelstreifen

Dauer: Oktober 2024 bis Mai 2025

Bauabschnitt 4: Lorch-West bis Waldhausen in Fahrtrichtung (FR) Stuttgart

Fahrbahndeckenerneuerung der Hauptfahrbahn sowie der Rampen der Anschlussstelle (AS) Waldhausen und der AS Lorch-West in FR Stuttgart

Dauer: Mai 2025 bis Juli 2025

Bauabschnitt 5: Kreisgrenze bis östlich AS Urbach in FR Stuttgart

Fahrbahndeckenerneuerung der Hauptfahrbahn, der Parkplätze bei Plüderhausen und Urbach sowie der Rampen der AS Plüderhausen in FR Stuttgart

Dauer: Juli 2025 bis September 2025

Bauabschnitt 6: östlich AS Urbach bis Wieslauftalbrücke in FR Stuttgart

Fahrbahndeckenerneuerung der Hauptfahrbahn sowie der Rampen der AS Urbach in FR Stuttgart

Dauer: September 2025 bis Oktober 2025

Bauabschnitt 7: Kreisgrenze bis AS Lorch-West

Fahrbahndeckenerneuerung der Hauptfahrbahn sowie der AS Waldhausen und der AS Lorch-West in FR Aalen und Parkplatz Waldhausen

Dauer: Oktober 2025 bis Dezember 2025

Bauabschnitt 8: Wieslauftalbrücke bis Lorch in FR Aalen

Restarbeiten im Seitenbereich zur Bauwerkssanierung und den Fahrzeugrückhaltesystemen

Dauer: März 2026 bis April 2026

 

Abschluss der Sanierungsarbeiten

Derzeit wird -in den Pfingstferien- als Abschluss der Sanierungsmaßnahme die vorläufige Markierung durch eine hochwertige und dauerhafte Endmarkierung ersetzt. Die Arbeiten sollen bis Samstag, 6. Juni 2026, abgeschlossen werden.

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter www.verkehrsinfo-bw.de abrufen. VerkehrsInfo BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter: www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.